Stromversorgung für mobile Astrofotografie MkI

Published: 26.02.2017 - Last update: 16.10.2018

Diese Version wurde durch die Version MkII ersetzt.

Für die Nächte in denen ich mit meinem „großen Gerät“ rausfahre setze ich auf die „alte“ Bleigeltechnik. Die Kiste ist ordentlich schwer und hat einen zyklenfesten Bleigelakku mit einer Nennkapazität von 50 Ah bei 12  Volt eingebaut. Beim Einsatz eines Bleigelakkus muss einem klar sein, dass man nicht 100% der Nennkapazität entladen kann, sofern man die Lebensdauer nicht drastisch reduzieren will. Bei meiner Verwendung ziehe ich grob geschätzt etwa 30 Ah pro Nacht raus. Das wären 60% der Nennkapazität. Damit ist der Akku sicher nicht zu stark gestresst und sollte mir das mit einem langen Leben danken. Für mich ist das zurzeit immer noch die solideste Stromversorgung für mobile Astrofotografie.

Die fast 20 kg muss man erst mal schleppen. Anderseits ist das Ding – solange man ihn nicht tiefentlädt – unkaputtbar.  In der Regel entlade ich ihn mit deutlich unter 5A, typisch mit 2-3A. Bei ungefähr 12.5 Volt schalte ich ab. Auf diese Weise bin ich bisher immer durch jede Nacht gekommen. Dabei waren auch Nächte mit Nachtfrost. So richtig kalte Nächte unter -10°C habe ich mit diesem Akku noch nicht erlebt.

Bleigelakku mit 50 Ah für den mobilen Einsatz.
Powerbox für dien mobilen Einsatz für größere Stromverbraucher.

Um ehrlich zu sein, ich habe immer noch einen Zusatzakku oder eine Powerbank dabei. Wenn ich schon mal eine klare Nacht in einer dunklen Umgebung erleben darf, dann soll es nicht am Strom hängen… Daher betreibe ich mein Notebook meistens über einen internen größeren Akku oder eben über den Zusatzakku. Dann hängt an diesem Big Block nur das Teleskop bestehend aus Montierung, Guidingkamera und Aufnahmekamera

In der Kiste befindet sich keine Elektronik. Lediglich Sicherungen, Buchsen sowie Strom- und Spannungmesser. Entgasungsöffnungen nicht vergessen! Falls doch mal etwas Knallgas entsteht könnte es sonst zur Katastrophe kommen. Soll ja eigentlich nicht vorkommen, muss dennoch immer in Betracht gezogen werden! Natürlich kann man noch einen Tiefentladeschutz einabauen. Ich habe mich jedoch dafür entschieden die Kiste möglichst einfach zu gestalten und so auszulegen, dass ich in einer normalen Nacht nicht zu einer Tiefentladung komme. Außerdem finde ich, dass Mitdenken sowieso durch nichts zu ersetzen ist. Ich muss mir in jedem Fall Gedanken machen wie lange der Saft reicht, wenn mir mitten in der Aufnahmesession ein Spannungswächter den Saft abdreht ist das auch irgenwie unschön.